Herzerlstock (Tränendes Herz)

KW 25 2926

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12 Mai, 2026

letzte Änderung

12 Mai, 2026

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Herzerlstock

Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis, früher Dicentra spectabilis). Das ist eine wunderschöne mehrjährige Staude, die besonders im Frühling mit ihren herzförmigen, rosa-weißen Blüten auffällt.

 

Wo es wächst: Das Tränende Herz stammt ursprünglich aus Ostasien (China, Korea, Sibirien) und wächst dort in schattigen Wäldern. Bei uns ist es eine beliebte Gartenpflanze, die im Freien gedeiht.

 

Die beste Pflege für dein Tränendes Herz:

  • Standort:

     Es mag es schattig bis halbschattig. Ein Platz unter Laubbäumen oder an einer Nordseite ist ideal. Direkte pralle Sonne verträgt es nicht gut – die Blätter können dann verbrennen.

  • Boden: 

    Der Boden sollte humusreich, locker und gleichmäßig feucht sein. Staunässe mag es nicht, aber es darf auch nicht austrocknen. Eine gute Drainage ist wichtig.

  • Gießen: 

    Regelmäßig gießen, besonders während der Blütezeit im Frühling. Der Boden sollte nie komplett austrocknen, aber auch nicht ständig nass sein.

  • Düngen:

     Im Frühjahr kannst du etwas Kompost oder organischen Dünger unterarbeiten. Das reicht meist für die Saison.

  • Schnitt: 

    Nach der Blüte kannst du die verwelkten Blütenstände abschneiden. Die Pflanze zieht im Spätsommer oder Herbst oft von selbst ein – die oberirdischen Teile sterben ab. Das ist normal! Im nächsten Frühling treibt sie wieder aus.

  • Überwinterung: 

    Das Tränende Herz ist winterhart und braucht keinen besonderen Schutz. Die Wurzeln überdauern den Winter im Boden.

  • Besonderheit:

     Achte darauf, dass die Pflanze giftig ist – sowohl für Menschen als auch für Haustiere. Bei Berührung kann der Saft bei manchen Menschen Hautreizungen verursachen. Handschuhe beim Umpflanzen sind ratsam.

Es ist eine sehr robuste Pflanze, die bei guten Bedingungen über viele Jahre hinweg jedes Jahr wieder blüht. Oft vermehrt sie sich sogar von selbst durch Wurzelausläufer.

Vermehrung

Das Tränende Herz lässt sich auf mehrere Arten vermehren. Hier sind die gängigsten Methoden, geordnet nach Erfolgswahrscheinlichkeit:

 

1. Teilung der Wurzelstöcke (die einfachste Methode) Das ist die zuverlässigste Art. Im späten Sommer (August/September) oder im frühen Frühling, wenn die Pflanze noch nicht oder schon nicht mehr blüht, gräbst du die gesamte Pflanze aus. Die kräftigen Wurzelknollen werden vorsichtig mit einem scharfen Messer in mehrere Teile geschnitten. Wichtig ist, dass jeder Teil mindestens eine Knospe hat. Diese neuen Stücke setzt du sofort an ihrem neuen Standort wieder ein.

2. Stecklinge Im Frühjahr oder Frühsommer kannst du junge Triebspitzen abschneiden. Diese Stecklinge sollten etwa 10–15 cm lang sein. Du steckst sie in eine Anzuchterde und hältst diese gleichmäßig feucht. Die Bewurzelung dauert einige Wochen, und die Erfolgsquote ist etwas niedriger als bei der Teilung.

3. Aussaat Das ist die aufwendigste Methode. Die Samen benötigen eine sogenannte Kaltstratifizierung – das heißt, sie müssen eine Kälteperiode durchmachen, um zu keimen. Du kannst die Samen im Herbst aussäen und draußen überwintern lassen, oder sie künstlich im Kühlschrank behandeln. Die Keimung kann mehrere Monate dauern, und die jungen Pflanzen brauchen 2–3 Jahre, bis sie erstmals blühen.

Meine Empfehlung für dich: Wenn du bereits eine gesunde Pflanze hast, ist die Teilung die beste Wahl. Sie geht schnell, ist erfolgreich und die neuen Pflanzen blühen oft schon im nächsten Jahr. Viele Gärtner teilen ihre Tränende-Herz-Pflanzen ohnehin alle 3–5 Jahre, um sie zu verjüngen.

 

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